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Feiern Sie das Leben im Wohnmobil in einem Ventje

Der Camper-Liebhaber und Designer Frank Westland entwarf vor Jahren seinen eigenen idealen Campingbus und war fasziniert von praktischen Lösungen. Das zahlt sich nun in Form des führenden Camper-Unternehmens für eigenwillige Buscamper aus: Ventje Campers. Einmal im Jahr kommen bestehende und zukünftige Kunden zum Eventje zusammen, wo gleichgesinnte Ventje-Liebhaber das Campingleben feiern. Wir haben einen Tag lang mitgecampt.

Die Welt der Wohnmobile lässt sich gut mit „für jeden etwas dabei“ beschreiben.
Der eine Camper wird von einem Wohnmobil mit Schiebetür völlig glücklich, der andere bevorzugt kleines, aber feines Campingvergnügen. Rund tausend Besucher und Dutzende Ventje-Camper haben am ersten Samstag im Juni eine schöne Wiese direkt neben der Fabrik in Culemborg eingenommen, wo täglich T5- und T6-Transporter von Volkswagen zu Ventje-Campern umgebaut werden. Jeder Besucher ist zu einer ausführlichen Führung durch die Fabrik eingeladen, wo man mit eigenen Augen sehen kann, wie clever solche Campingbusse mit allerlei praktischen Lösungen zusammengebaut werden.

Dann fällt sofort das Fehlen von Kunststoff auf: Ventje fertigt alle Teile für die Innenausstattung aus Sperrholz. Zur Isolierung wird Schafwolle verwendet, wodurch der Einsatz von Kunststoff auf ein Minimum beschränkt bleibt. Nur die Klappdächer werden von einem externen Unternehmen hergestellt und montiert, alles andere geschieht in der Fabrik selbst. Neben der Führung ist das „Eventje” selbst ein Festivalgelände im Miniaturformat, mit einer Bar, einer Bühne für verschiedene Bands, einem Kreis aus Demo-Ventjes und Ventjes von Kunden in allen Farben des Regenbogens, die wieder in einem großen Kreis darum herum stehen.

Potenzielle Kunden kommen von überall her und bombardieren die derzeitigen Besitzer mit Fragen. Und genau das ist auch die Absicht, denn die Besitzer eines Ventje sind stolz wie Pfauen und teilen gerne ihre Erfahrungen. Bei angenehmer Sommersonne, einem Bier in der Hand, auf den typischen und praktischen Außenstühlen aus dem Wohnmobil sitzend und mit Musik im Hintergrund wird es gemütlich und spät auf dem Pop-up-Campingplatz von Ventje. Zum Glück gibt es genügend Schlafplätze…

Also, liebe Reisefreunde, wenn ihr nach dem ultimativen E-Fahrzeug für eure nächste Abenteuerreise sucht, dann ist eVentje genau das Richtige für euch.

Jaap van der Sar

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Immer auf der Suche nach der praktischsten Lösung

Produktdesigner Frank Westland kann seine Arbeit nicht wirklich loslassen, wenn er im Urlaub ist. Das wurde deutlich, als er vor etwa zehn Jahren zum ersten Mal mit einem selbst ausgebauten Campingbus durch Europa reiste. „Ich liebe Camping, aber bis dahin hatte ich nur wenig Ahnung von Wohnmobilen. Und vielleicht war das gerade mein Vorteil, denn ich habe mich rein von der Nutzung her gefragt, was ich eigentlich für meinen eigenen Campingbus brauchte.“

Im Gegensatz zu den Lösungen großer Wohnmobilmarken hat Frank etwas andere Wünsche. Das Kochen im Innenraum beispielsweise ist ein Konzept, an das Frank nicht wirklich glaubt. „Wenn man campen geht, möchte man doch draußen sein, oder? Deshalb wurde die Küche direkt an das Heck des Wohnmobils verlegt. Ein idealer Ort, der von außen zugänglich ist und eine angenehme Stehhöhe bietet. Und wenn die Heckklappe hochgeklappt ist, bleibt man auch bei einem Regenschauer schön trocken.“

Dass diese Lösung zu einem Markenzeichen seiner eigenen Wohnmobilmarke wird, ist noch Zukunftsmusik. Klar ist jedoch, dass Frank Spaß daran hat, kreative Lösungen zu entwickeln. „Das Thema ‚draußen sein‘ spiegelt sich auch im Rest meines Entwurfs wider. Zum Beispiel, indem so viele Fenster wie möglich erhalten bleiben, damit man eine gute Aussicht hat. Bei den meisten Wohnmobilen werden Fenster geopfert, um Stauraum zu gewinnen, aber man kann seine Sachen wirklich unter den Bänken verstauen.“

Auf etwas stoßen, Lösungen finden und etwas herstellen: Als Frank mit seinem eigenen Wohnmobil fertig ist, ist das Unternehmen eigentlich schon eine Tatsache. „Von meinem Designbüro aus haben wir mit der Herstellung begonnen, genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Alle Innenteile werden aus flachen Sperrholzplatten gefertigt und dann wie Legosteine in den Innenraum eines Volkswagen T5 oder T6 eingebaut. Den Bus können Sie selbst bei uns abliefern oder über uns bestellen. Wir entleeren ihn und bauen ihn innerhalb weniger Wochen zu einem Ventje um.“

Parken überall

Eine große Schar von Campingfreunden teilt Franks Ansichten darüber, was genau der ideale Campingbus ist. Das zeigt sich auch heute wieder. „Ventje wächst ziemlich schnell, wir merken, dass die Leute wirklich von unserem Konzept begeistert sind”, erzählt Frank. „Dabei stehen Einfachheit, schöne Materialien und die Möglichkeit, überall hinfahren und wild campen zu können, im Vordergrund. Mit einem Solarpanel auf dem Dach und einer Porta-Potti-Toilette unter der Bank kann man problemlos an den schönsten Orten stehen. Und dank der Größe dieser Busse kann man überall parken, auch in der Stadt. Ein solcher Camperbus sieht meiner Erfahrung nach etwas freundlicher aus als ein großes Wohnmobil aus Kunststoff. Auch auf kleinen Naturcampingplätzen ist man herzlich willkommen. Zu viert zu schlafen ist kein Problem, zwei Erwachsene passen unter das Klappdach und zwei auf das ausgeklappte Bett unten.

Die Ventje-VW-Camper verkaufen sich also wie warme Semmeln, und mittlerweile kann man sie auch über die Website von Ventje mieten. Werden noch neue Modelle auf den Markt kommen? Frank: „Wir bleiben vorerst dem Volkswagen Transporter treu, aber wir haben auch ein Konzept auf Basis des neuen, elektrischen Volkswagen ID.Buzz entwickelt, und mittlerweile kann man sich auch für einen Transporter mit langem Radstand entscheiden, der etwas mehr Innenraum bietet. Wir stellen fest, dass die Nachfrage nach diesem Konzept weiterhin sehr groß ist, daher werden wir die Entwicklung weiter vorantreiben. Derzeit erkunden wir auch den deutschen Markt, wo Ventje ebenfalls sehr gut ankommt.“ Und woher kommt eigentlich dieser lustige Name Ventje? „Eine häufig gestellte Frage“, lacht Frank. „Er kommt vom englischen Wort für Lieferwagen, einem ‚Van‘. Und dies ist ein kleiner ‚Van‘, daher die Endung -tje dahinter und dann auf Niederländisch. Also ‚Ventje‘.“ Wer dieses Jahr auf dem Campingplatz einem davon begegnet, und die Chance dafür ist ziemlich groß, weiß jetzt, dass der Name „Ventje“ auf der Seite nichts über die Größe oder den Charakter des Besitzers aussagt.

„Das Holz im Inneren ist doch viel gemütlicher als Plastik, oder?“

Lude: „Vor zwei Jahren haben wir diesen Ventje gekauft, nachdem wir unser Strandhaus und einen klassischen Porsche verkauft hatten. Ich liebte dieses Strandhaus und Jörgen liebte das Auto, aber mit einem Wohnmobil kann man einfach besser reisen und Urlaub machen. Um zu sehen, ob es etwas für uns ist, haben wir im Februar zunächst einen Ventje gemietet. Wir haben uns sofort verliebt.“ Jörgen: „Wir sind einmal drei Wochen lang mit unseren Kindern in einem Volkswagen California durch Norwegen gereist und wir campen schon unser ganzes Leben lang, genug, um zu wissen, dass Luxus für uns nicht wirklich wichtig ist. Ein Ventje hat alles, was man braucht, und ist dabei ein super gemütlicher Bus ohne Schnickschnack. Das Kochen im Freien unter der Heckklappe ist sehr schön, das vermittelt wirklich ein Campinggefühl.“ Lude: „Das Holz im Innenraum ist doch viel gemütlicher als Plastik, oder? Und es riecht auch noch gut!“

„Wir lieben es wirklich.“

Roel: „Wir haben unseren Ventje jetzt seit drei Jahren und haben es noch keinen Tag bereut. Wir sind echte Camper, aber nicht unbedingt Wohnmobilisten. Die meisten Wohnmobile finden wir hässlich, da ist es doch schade, dafür Geld auszugeben, oder? Bei einem Ventje ist das anders, die sind einfach von außen und innen sehr schön.“ Aafje: „Wir haben auch kurz darüber nachgedacht, ein Wohnmobil nach unseren Wünschen bauen zu lassen, aber so praktisch wie Ventje die Einrichtung gestaltet hat, findet man fast nirgendwo sonst. Es gibt sogar genügend Stauraum. Ich hatte im Vorfeld eine ziemlich lange Wunschliste: eine geschlossene Toilette, einen Kleiderschrank und so weiter. All das habe ich gerne aufgegeben, als wir uns für diesen Wohnmobilbus entschieden haben. Wir sind wirklich begeistert davon.“

‚Genug Abenteuer in Aussicht‘

Nadine: „Letztes Jahr haben wir uns hier als Interessenten umgesehen und nach dem Sommer haben wir uns entschlossen, einen zu bestellen. Und jetzt stehen wir hier mit unserem eigenen Wohnmobil und sind super stolz darauf. Unser Ventje ist mit Kopfstützen und Sitzen mit Gurten auf der Rückbank ausgestattet, da wir uns ein Kind wünschen. Da ist es schön, dass das Wohnmobil darauf vorbereitet ist. Wir haben es noch nicht so lange, erst seit ein paar Monaten. Wahrscheinlich werden wir bald eine Rundreise durch die Toskana machen, und auch Skandinavien reizt uns sehr. Es stehen also jede Menge Abenteuer bevor.“

„Das erlebt man nur mit einem Wohnmobil!“

Sara: „Ich wollte schon immer ein Wohnmobil, seit ich bewusst Urlaub mache, glaube ich. Ich liebe Abenteuer, viele neue Dinge zu sehen, am liebsten zusammen mit meiner Schwester Kimberly. Natürlich kann man auch ein Hotel buchen, aber das hier macht mehr Spaß. Wir hatten eigentlich noch nicht vor, sofort ein neues Wohnmobil zu kaufen, aber leider ist unsere Mutter vor kurzem verstorben. Das war eine sehr schlimme Zeit, aber ich glaube, sie ist sehr glücklich, dass wir dank ihres Erbes nun gemeinsam die Welt entdecken können. So begleitet sie uns doch ein bisschen.“ Kimberly: „Im März wollten wir eigentlich nach Schweden, aber das Wetter dort war nicht besonders gut, und so beschlossen wir, nach Süddeutschland zu fahren. Aber dort tobte nach einem Tag auch ein Sturm, sodass wir jeden Tag ein Stück weiterzogen. Schließlich landeten wir in Südfrankreich bei wunderschönem Wetter. Sehen Sie, so etwas erlebt man nur mit einem Wohnmobil!“

„Drei Wochen Skandinavien“

Lieke: „Wir kennen Ventje über Instagram, wo sie ziemlich aktiv sind. Wir sind schon seit längerem mit einem Wohnmobil unterwegs, hatten zuvor einen Volkswagen California, einen Werks-Camper. Aber wir waren mit der Innenausstattung nicht wirklich zufrieden.“ Bart: „Bei Ventje haben sie das gut hinbekommen. Sehr praktisch und schön geräumig. Wir haben es erst seit ein paar Wochen, daher steht die erste große Reise noch auf dem Programm. Das werden drei Wochen in Skandinavien.“ Senn: „Ich finde es super, dass ich oben mein eigenes Bett habe und dort hochklettern kann. Und wir fahren auch noch einmal mit Freunden. Also ja, ich bin auch sehr glücklich mit dem Wohnmobil!“

Verfasst von: Jaap van der Sar von Autoweek